NORDEN - the nordic arts festival

Fluru (SWE)

Schwedischer Exil-Country mit organic flavour

Nein, wir befinden uns gerade nicht in der Nähe der Blue Ridge Mountains, Tennessee, wo die wilde, ursprüngliche Seele des Country beheimatet ist. Wir sind mitten in Schweden, nahe dem kleinen Städtchen Hammarstrand, wo die Band Fluru zu Hause ist. Das schwedische Wort Fluru bedeutet so viel wie zottelig, verwuschelt, wie Haar nach einem langen, tiefen Schlaf – und besser könnte man das Wesen dieser Band nicht beschreiben. Denn obwohl in ihrem Debutalbum Where The Wild Things Grow eine Menge aufgeweckte Virtuosität, musikalisch-handwerkliches Können und zahlreiche liebevolle Produktionsdetails stecken, so scheint doch immer der ehrliche, ursprüngliche Kern ihrer Songs durch. Ganz so als hörte man da rohe, im Traum erlebte Geschichten, nach dem Aufstehen in ein Tagebuch gekritzelt, ohne Selbstzensur, dann in Musik gegossen - Flurus Version von modernem, authentischem Country. „Die Songs müssen organisch entstehen“, sagt Malin, die Sängerin und Gründerin der Band, die mit ihrem Mann Claes nicht nur die Liebe ihres Lebens gefunden hat, sondern auch den perfekten musikalischen Partner, mit dem sie die meisten Songs schreibt. „Die Worte und Melodien sollten wie von allein kommen“, fährt sie fort und während Claes gerade eine paar Akkorde anspielt, über die wunderschöne Dreadnought Akustikgitarre gebeugt, liegt eine so warmherzige, ruhige Stimmung im Raum, dass man sich das Songwriting der beiden ohnehin nicht anders vorstellen kann.

Fluru (SWE)